Aus dem Brennpunkt auf den Sportplatz

Philipp Georgopoulos kniet auf dem großen Sportplatz in Zündorf. Um ihn herum sitzt eine Traube an Kindern – Mädchen und Jungen, die Jüngsten sechs Jahre, die Ältesten zehn Jahre – von sportlich bis weniger sportlich. In diesem Moment gehören sie alle zur selben Gruppe und hören Georgopoulos gespannt zu. Denn er ist einer von sechs Übungsleitenden im Sommercamp der FC-Stiftung, die den Teilnehmenden über fünf Tage ein buntes Bewegungsprogramm bieten.
„Das Camp ist eine Herzensangelegenheit von mir“, sagt Georgopoulos und führt aus: „Ich würde es als eine Begegnungsstätte für Kinder und Jugendliche aus sozialen Brennpunkten beschreiben.“ Als Sohn eines griechischen Vaters hat er selbst einen Migrationshintergrund. Der 38-Jährige ist wie ein Großteil der teilnehmenden Kinder auch im Kölner Süden aufgewachsen. „Meine Jugend habe ich in Meschenich verbracht, deswegen weiß ich, was es den Kindern bedeutet.“ Er ist ebenfalls in einem Brennpunkt aufgewachsen, auch wenn er unterstreicht, dass er durch seine Familie viel Unterstützung erfahren hat. Nichtsdestotrotz kann er sich in die Köpfe der Kinder gut hineinversetzen, denn auch ihm zeigte der Sport damals neue Perspektiven auf. „Als Kind gab es in meinem Umfeld nur Fußball“, sagt er. Hier im FC-Sommercamp können die Kinder und Jugendlichen verschiedene Sportarten testen.
Fotocredits: 1. FC Köln
